Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Danksagung

Das ist jetzt wie bei den oscars:
Ich danke: meinen eltern fuer die unterstuetzung trotz (anfaenglicher) zweifel und fuers geboren werden; meinen schwestern fuer, die positiven gedanken (auch trotz zweifel?); udo und buuker fuer die zeitweise begleitung und jeden paddelschlag, den sie getan haben und der uns/mich vorangebracht hat; jens fuer die fahrt nach freiburg, tuttlingen und fuers erste umtragen, fuer sein unverzichtbares schweizer messer und den paddelsack und seiner schwester, welche sieben kilo gepaeck aus dem boot entfernt hat; thomas, jens, mareen fuer die buecher, welche sie mir zukommen liessen; jedem der meine reise hier im blog verfolgt hat und vor allen denjenigen, die kommentare geschrieben haben (das fand ich echt aufmunternd und ja… cool); der locher gmbh in fridingen an der donau fuer das reparieren meiner spante gleich am zweiten tag; allen menschen, die ich unterwegs getroffen habe, die mir in der einen oder anderen art und weise geholfen, mit denen ich gespraeche gefuehrt und parties gefeiert habe; allen die mal an mich gedacht haben…
Sollte ich jemand wichtigen vergessen haben, so sei auch demjenigen an dieser stelle gedankt.

Damit ich es nicht vergesse: ende september, anfang oktober wird es bei mir eine (hoffentlich) etwas groessere party geben, zu der ich jeden herzlich einlade! Ihr koennt ja ein paar terminvorschlaege machen, die dann aber doch keine beruecksichtung finden werden hihi.

This is the end

Das war es dann wohl mit paddeln fuer dieses jahr…
Ich bin schon in bukarest. Und gepaddelt hab ich schon seit vier tagen nicht mehr. Und das kam so:
Nachdem ich in tutrakan zuletzt gebloggt habe, bin ich noch, um meine taeglichen 50km voll zumachen bis nach popina gefahren. Dort habe ich direkt neben einem hotel mit restaurant, in welchem ich nochmals den obligatorischen fisch verspeiste, um meine letzten levas loszuwerden, gezeltet. Von popina bis zur bulgarisch-rumaenischen grenze waren es noch ungefaehr 20km. D.h. am naechsten tag war mal wieder ein grenzuebertritt faellig. Anders als im kanufuehrer beschrieben (ein nuetzliches, aber doch noch verbesserungswuerdiges buechlein) klappte der grenzuebertritt problemlos. Beim flusskapitaen der bulgaren dauerte es ungefaehr ne halbe stunde und ich hatte den obligatorischen stempel auf meinem dokument (seit serbien hab ich ein dokument, welches erklaert, dass ich mit einem kajak die donau befahre. verwirrung trat immer dadurch auf, dass buuker mit auf diesem dokument stand, ich aber immer allein auftauchte. das verlangte hier und dort ausfuehrliche erklaerungen) Dann ging es ans gegenueberliegende ufer zur rumaenischen grenzpolizei, welche mich auch sehr freundlich, ja geradezu herzlich behandelte. Ich bekam meinen stempel und mir wurde erklaert, dass es keine weiteren probleme geben sollte. Ungefaehr so: „Tu was du willst…“ Da ich in bulgarien jeden tag recht kraeftigen gegenwind hatte (am schlimmsten war es als ich aus ruse rausfuhr, Da ging mehr als nur eine welle uebers boot.), ueberlegte ich mir den donau-schwarzmeer-kanal zu benutzen, wenn es denn moeglich waere. Da ich ohnehin vorhatte mir noch konstanta anzusehen und ein, zwei tage am strand des schwarzen meeres zu verbringen, war das die guenstigste moeglichkeit. Ausserdem machte sich die schon mehrfach reparierte stelle des gestaenges wieder bemerkbar. (beim abbau des bootes viel mir dann auf, dass das holz an der stelle schon ziemlich hinueber ist.) Die freundliche grenzpolizistin erklaerte mir nach ruecksprache mit verschiedensten personen (auch per funk), dass es nicht verboten sei durch den kanal zu fahren. Also stand mein entschluss fest. Am selben tag bin ich dann noch bis km341 weitergefahren und habe an einem schoenen strand direkt an der donau uebernachtet. Am naechsten tag standen dann erstmal 41km bis nach cernavoda auf dem programm und von dort noch 5km bis zur ersten schleuse des donau-schwarzmeer-kanals. Bis cernavoda gab es eigentlich keine probleme, bis auf das der kanufuehrer sehr ungenau war und ich kein kartenmaterial mehr hatte. Dann stand ich vor der schleuse. Wie immer eine doppelkammerschleuse. Eine seite war auch offen, so das ich gleich haette geschleust werden koennen. Ich trieb da also so rum und sprach mit ein paar nur der rumaenischen sprache maechtigen anglern oder gestikulierte, versuchte mich halt verstaendlich zu machen. Sie bedeuteten mir: Fahr einfach rein. Kein Problem! Ich dann erstmal ausgestiegen und zur schleuse gegangen. Doch dort war kein mensch. Mir blieb also nichts weiter als auf ein groesseres schiff zu warten, mir karten fuer den restlichen teil der donau zu besorgen oder mit dem zug nach konstanta zu fahren. Ich also erstmal ans ufer, an welchem ein lkw-fahrer (florian) seinen truck wusch (autowaschen am fluss ist fuer rumaenen u bulgaren offensichtlich normal.) Ihn fragte ich nach der naechsten tankstelle, um mir dort karten zu besorgen. Die tankstelle war schnell gefunden, aber karten gab es dort nicht. Ich also zurueck zum boot. Dort kam ich mit dem lkw-fahrer ins gespraech und erklaerte ihm mein problem mit der schleuse (umtragen war auch nicht moeglich, da die schleuse direkt in einen felsen gebaut ist. Also kein durchkommen.) Er sagte: „Du willst nach konstanta? Ich fahre morgen nach konstanta. Der container auf meinem truck ist leer. Wir koennen dein boot und deine sachen dort hinein packen und ich bringe dich zum hafen, von wo aus du dann zu einem campingplatz paddeln kannst.“ So ein angebot konnte ich natuerlich nicht ausschlagen. Aber es ging sogar noch weiter. Als er hoetre, dass ich direkt dort am fluss schlafen wollte, sagte er, dass ich doch lieber bei ihm zu haus schlafen sollte. Ich wurde also eingeladen. Es gab leckeres abendbrot und ich bekam sogar das bett von ihm und seiner frau zugewiesen, waehrend die beiden im wohnzimmer schliefen. Wenn das keine gastfreundschaft ist…
Am naechsten tag fuhren wir dann frueh los und holten noch vier andere typen ab, welche auch nach konstanta wollten. So sassen wir also zu sechst in seinem fuehrerhaus. „wir helfen uns hier gegenseitig“, war der kommentar meines freundlichen gastgebers. Mit dem hafen wurde es dann nichts, da er zu einem teil des hafengelaendes musste, von welchem aus ich nicht haette starten koennen, da die polizei dies wohl verhindert haette. So setzte er mich dann an einer belebten kreuzung ab, ich baute das boot ab und nahm ein taxi nach mamaia (touristenvorort von konstanta) zum zeltplatz. Dort verbrachte ich noch drei tage. Zwei am strand und einen in konstanta. Von dort aus ging es dann mit einem taxi nach bukarest in die wohnung meiner eltern, wo ich jetzt immer noch bin.

Bulgarien

so, endlich hab ich ein internet cafe gefunden. Ich bin jetzt in tutrakan, eine tagesreise vor der bulgarisch rumaenischen grenze. zunaechst aber erstmal ein rueckblick…
der letzte bericht stammte ja aus belgrad. dort gab es immer noch stroemung und die berge kamen langsam in sicht. nachdem wir einen tag die stadt besichtigt hatten, zog es uns auch schon weiter. die tid war uns schon wieder auf den fersen. wir kamen bis kolubac (bin nicht sicher, ob der name stimmt.) es gab dort wieder fisch im restaurant, welches sich gleich neben unserem zelt befand. bei unserem verdauungsspaziergang kamen wir zu einer zigeunerparty/hochzeit?. konnten uns aber nicht dazu durchringen zu fragen, ob wir bleiben koennen. da haben wir wahrscheinlich etwas verpasst… am naechsten tag erreichten wir die rumaenische grenze. die donau war also wieder grenzfluss und wir durften wieder nur an einer, diesmal der rechten seite anlegen. so kamen wir nach golubac. dort war gerade eine segelregatta. ziemlich ungewoehnlich fuer serbien, da es nur rund 200 aktive segler gibt. war aber ganz lustig mit ihnen zu zelten und zu quatschen. waehrend unser pause gab es uebrigens einen heftigen gewitterguss. das letzte mal, dass es bis heut regnete. buukers notfallponcho bewies seine qualitaet. ab dem naechsten tag gab es dann wirkliche berge. soll heissen, der donaudurchbruch begann. hohe felsen rechts und links saeumten unseren weg. schon an diesem tag hatten wir mit wechselnden winden zu kaempfen. microklima…. am abend waren wir dann in dolni milanovac und haben erst bei einem fussballtunier zugesehen, etwas gegessen (hamburger) und dann noch ein bisschen gefeiert. sag nie zu einem serben, der es falsch verstehen koennte „jabemte materi“… ne lange geschichte und nicht gerade ruehmlich…
am daraufolgenden tag ging es buuker ziemlich dreckig. lag wohl an dem hamburger. tja, ungewohnte nahrung. trotzdem passierten wir die engste stelle des donaudurchbruchs und gelangten bis kurz vor djerdap 1. ein stueck musste ich allein paddeln. aber nur ein kleines. am naechsten tag sollte dann eigentlich geschleust werden, doch am djerdap 1 wird nur von 20 bis 8 uhr morgens geschleust. waehrend wir, wegen ungenauer informationen noch warteten, kam ein berliner ehepaar in einem klepper ( auch ein faltboot). wir teilten uns dann mit ihnen ein taxi fuers gepaeck und trugen die boote um. mal wieder so ungefaehr 4km. dann noch weiter bis kladovo. dort besorgte sich buuker ein busticket nach belgrad, um wieder nach haus zu gelangen.
ich also wieder allein. ich schaffte auch ohne buuker 50km nach brza palanka. ok, ich konnte unterwegs ein wenig segeln, da ich guten rueckenwind hatte. von dort ging es am naechsten tag weiter zum djerdap 2. dort wurde ich nach einem kurzen intermezzo an serbischer seite mit kompott essen zur rumaenischen geschickt. dort problemloses schleusen mit grossem passagierschiff und kleinem motorboot aus oesterreich. sehr nette oesis. hab dann gleich station in prahovo kurz hinterm djerdap 2 gemacht. am naechsten tag ausreise aus serbien. problemlos. und einreise nach bulgarien. erst wurde ich ans zollboot gewunken. von dort, wurde mr erklaert, muesste ich noch 50km bis vidin weiterfahren, um meinen stempel im pass zu bekommen. vorher duerfte ich nicht anlegen, geschweige uebernachten. hab also an diesem tag insgesamt 75km zurueckgelegt. das war ganz ordentlich. stempel bekam ich problemlos. seitdem paddel ich jeden tag so 50 km. hab unterwegs nette bulgaren kennengelernt. der einen frau muss ich so runtergekommen erschienen sein, dass sie mir zwei volle tueten zu essen gebracht hat. hab mir schon die staedte svistov und ruse angesehen. teilweise schoen, teilweise mit neubauten verschandelt.
so jetzt aber zurueck zum boot, damit ich auch heut noch 50km schaffe…

Belgrad

so, mal gerade zwei (oder sind schon drei tage vergangen?) und ich schreib schon wieder. Die letzte hauptstadt waehrend des donaupaddelns. auf den ersten blick erscheint belgrad nicht die schoenste stadt zu sein. es gibt hier zwar so ein zwei ecken, die ganz schoen sind, aber insgesamt wuerde ich es eher als durchwachsen bezeichnen. in novi sad haben wir, da es samstag war, nach der besichtigung der festung mal wieder ein wenig gefeiert. es wurde hell, als wir ins zelt sind. trotzdem haben wir am darauffolgendem tag noch ungefaehr 30km zurueckgelegt. in der ferne sind die ersten berge zu sehen und das rechte ufer ist steilkueste gewesen. also wesentlich mehr abwechslung als die vorherigen tage. so langsam laesst jedoch die stroemung nach. zum einen weil wir nun in die naehe von djerdap 1 (riesenstaudamm/kraftwerk) kommen und zum anderen da das hochwasser jeden tag weiter zurueckgeht. dafuer sind jetzt sandstraende mit ner menge menschen zu sehen. viele huebsche frauen hier in serbien, falls es jemanden interessiert. und da wir ja eher unter land fahren, bleibt das obligatorische winken nicht aus. viel mehr ist es mal nicht zu berichten… werde versuchen mich wieder zu melden.
danke an alle die hier kommentare schreiben..

greetings to serbia

Hi Freaks and girls. Unfortunatley we couldn‘t say good bye to everybody of you. We had a great time with you and are really thinkin‘ to come back next year. If you read this, please write your email-adresses as a comment (kommentar). So we can keep in touch with you.
So long dudes, have a good time and don‘t drink more than we do.

Props from Robert and Christoph

Novi Sad

so, wir sind in der naechsten grossen stadt. aucg wenn der letzte teil der reise mit einigen hindernissen gespickt war. also buuka ist in budapest dazugestossen. von da an war „die donau nichts anderes als ne breite warnow“ (zitat buuka). das heisst ein breiter fluss mit baeumen links und rechts und sonst nicht viel zu sehen. so ging das eigentlich bis heute, d.h. ungefaehr 400km monotonie. aber wir sind zwischenzeitlich doch ordentlich vorangekommen. haben naemlich an zwei aufeinanderfolgenden tagen jeweils mehr als 60km gemacht. der durchschnitt lag so ungefaehr bei 45km. wenn wir denn gefahren sind. in ungarn gibts naemlich auch clubs und dafuer keine campinggaskartuschen. wir waren in baja erst abends feiern (zuerst in nem club wie dem keller, wo ne coole band uns ganz schoen gerockt hat, dann in einem sehr merkwuerdigen club mit hip hop, house und 70iger musi) und am naechsten tag versuchten wir ungefaehr 5 stunden lang ne kartusche zu bekommen – fehlanzeige. haben den rest des tages dann zum ausnuechtern benutzt. die anderen tage in ungarn passierte nicht allzuviel ausser paddeln und abends im kanuclub pennen. o.k. wir haben nochmal das boot repariert. es ist immer noch schwimmfaehig. der tag der uns wohl am laengsten im gedaechtnis bleiben wird, ist der, an welchem wir ungarn verliessen und die donau zur grenze zwischen kroatien und serbien wurde. es war gerade mittagszeit und wir hatten vor uns lecker was zu kochen (kartuschen bekamen wir in mohacs). wir steuerten also das kroatische ufer in batina an und wollten zwecks schatten unter der grenzbruecke essen. dort sass ein kroatischer grenzbeamter, welcher uns nach unseren paesse4n fragte, welche er auch sofort bekam, woraufhin er sagte hier anhalten sei verboten und er ruft mal seinen chef an. wir warteten also auf den chef, welcher mit einem ford transit nach rund 7 min auftauchte. es gab eine diskussion auf serbokroatisch und ich sollte noch das boot zeigen. dann hiess es einsteigen und ab zur wache. bis dahin dachten wir noch, dass wir einen einreisestempel bekommen und man uns gute fahrt wuenscht. wir sassen also in der grenzstation und das ganze zog sich hin ohne das ueberhaupt etwas geschah. informiert wurden wir auch ueber nichts. dann kam ein englischsprachiger polizist (mit uzi) und erklaerte uns, dass wir illegal nach kroatien eingereist waeren und wir ein ticket ueber jeweils 150euro zu zahlen haetten. der schock sass. wir mussten dann ne weitere stunde auf einen kollegen warten, welcher uns zum geldautomaten fahren sollte. der erste angesteuerte automat war ausser betrieb, so das die fahrt insgesamt auch nochmal ne gute stunde dauerte (ne sehr doerfliche gegend). zurueck bewiesen die kroaten dann ihren guten willen, indem sie uns nur eins anstelle von zwei tickets ausstellten. nen stempel fuer die einreise bekamen wir trotzdem nicht. „den gibts nur in osiek o vukovar“ wir mussten also auf die serbische seite, uns dort beim zoll und dem flusskaitaen melden. dort klappte eigentlich alles reibungslos. es dauerte nur auch wieder gute 2 stunden bis wir die gesamte prozedur abgeschlossen hatten. 60 euro mussten wir fuer die benutzung der donau in serbien auch noch an den flusskapitaen abdruecken. ein nervenaufreibender, langer tag ging dann aber mit einem sehr leckerem abendessen (fischsuppe) in einem kleinem restaurant zu ende. die menschen in serbien waren dann immer ausgesprochen freundlich zu uns. zelten darf man hier ueberall und es wird uns staensig hilfe angeboten. die letzten drei tage waren wir in backa palanka. dort haben wir eine gruppe „am strand lungernder taugenichtse“ kennengelernt. mit ihnen haben wir jeden abend gefeiert und tagsueber am strand abgehangen. am zweiten abend haben sie uns rakia zu trinken gegeben. das haut selbst den staerksten dopepfarrer um… heute waere noch hawaiparty gewesen, aber wir hatten die befuerchtung nie wieder fahren zu koennen. wir muessen auf jeden fall zurueckkehren.
jetzt geht es ab in die berge zum eisernen tor…

budapest

so, da bin ich mal wieder…
ich bin jetzt im wunderschoenen budapest. gestern und heute (mit buuker, der heut frueh angekommen ist und mich jetzt drei wochen begleiten wird) bin ich durch die stadt gezogen und hab so an die 100 fotos geschossen. haetten auch noch ein paar mehr sein koennen, denn die stadt bietet mit jedem haus ein neues motiv – echt schoen hier….
am dienstag frueh bin ich aus bratislava los und hab ungefaehr 55km im boot zurueckgelegt. dabei ging es ueber den bisher mit abstand groessten stausee. natuerlich hatte ich gegenwind. und ganz ohne u,tragen gehts ja auch nicht (vom stausee in die alte donau). hab dann in der naehe von gabcikovo gezeltet. am naechsten tag ging es bis kurz hinter komaron, wo ich direkt am strand mein zelt aufschlug. mal gerade zwei/drei meter bis zum wasser. nachts gab es dann aber mal ein richtiges unwetter. die blitze konnte ich schon stunden vorher in der ferne sehen. dann zog das ganze so ungefaehr in drei bis vier stunden ueber mich hinweg, mit ordentlich regen, sturm und blitz und donner… so gegen drei uhr frueh konnte ich dann endlich schlafen. das wetter des naechsten tages war dann wieder heiss, heiss, heiss…mit sonne ohne ende. ich wieder ungefaehr 60km unterwegs bis nach estergom. dort hab ich mal wieder einen zeltplatz aufgesucht, zwecks duschen und so… neben dem teltplatz gab es ein kleines open air. dort spielte die band karpatia. ich hatte das gefuehl, das ganze waere ein wenig nationalistisch angehaucht. hab mich aber nicht getraut jemanden nach den texten zu fragen, da das publikum doch ein wenig zu „enthusiastisch“ wirkte und mir teilweise auch nicht ganz geheuer war in ihren tarnhosen, stiefeln…es gab viele ungarische nationalflaggen und weiss rot gestreifte? mit denen ich nichts anfangen konnte. vielleicht kann ja jemand etwas ueber die band karpatia in erfahrung bringen? jetzt wohn ich im hotel. seit ein einhalb monaten mal wieder in nem richtigen bett. sehr angenehm. einen neuen pass (meiner war doch schon abgelaufen und in serbien…) hab ich heut in der deutschen botschaft fuer nicht mal 20000 gekriegt. sind nur forint, aber immerhin doch noch fast 80 €. aber immer noch besser als im serbischen knast zu landen. so buuker und ich gehen jetzt ins thermalbad und werden uns mal richtig entspannen bevor es morgen wieder auf den fluss geht. vorher noch kleine reperaturarbeiten am boot aber dann…
danke an alle fuer ihre kommentare
fotos kommen, wenn ich rausgefunden hab wie es geht – ich das verdammte computergenie

immer noch bratislava

tja, ich bin immer noch in bratislava. sitz hier in einem lustigen kleinen internetcafe und schluerfe waehrend des schreibens nen leckeren mojito. es ist jetzt so halb zwoelf am samstag abend und mein plan fuer den heutigen abend beinhaltet den besuch von ein zwei clubs der stadt. da mir ja noch ne gute woche fuer die strecke nach budapest bleibt -treffen mit buuker-, hab ich gedacht kann ich ja noch ein bisschen feiern gehen. ich war gestern schon unterwegs und hab lustige menschen kennengelernt – zb einen gelsenkirchner lehrer, der hier fuer vw arbeitet, wenn ich das richtig verstanden habe und seinen englischen lehrerkollegen, der hier auch wirklich als lehrer arbeitet. danke fuer das rostock-shirt, welches als gespraechsanfaenger wirklich gut funktioniert…. also gehts vielleicht morgen oder erst am montag weiter, je nachdem wie lange ich heute mache und wie schnell ich mich wieder erhole. wenn ich erst montag fahre, blieben mir immer noch sieben tage fuer geschaetzte 230 km. sollte also gut zu schaffen sein, auch wenn ich gleich nach bratislava zwei ziemlich grosse stauseen zu ueberqueren habe -heisst ohne stroemung und daraus folgend geringerer geschwindigkeit. umtragen muss ich da auch mal wieder, um aus dem kanal in die alte donau zu kommen, aber dazu spaeter mehr, wenn es denn passiert ist.
wie ich mir schon dachte, fehlten mal wieder zwei, drei tage in meiner letzten abhandlung. einen dieser tage hab ich wohl verdraengen wollen. es war der tag, als wir von grein aus gestartet sind. dort hatten wir einen zeltplatz direkt unter einer burg, zu welcher wir vor dem schlafengehen noch hinaufgestiegen sind. -ich hoffe ich erzaehl das in der richtigen reihenfolge- also jedenfalls waren wir so unterwegs und es schien, als koennte uns nichts aufhalten. es war das typisch oesterreichische bratzewetter, so mit 35grad im schatten und so…es waren nicht mal gewitterwolken in sicht. dann kamen wir zu ersten schleuse des tages. dort war die sportbootumsetzanlage ausser betrieb und man sollte sich bei der schleuse per telefon melden. juhu schleusenbier war der erste, ein schoener gedanke. ich also raus aus dem boot und dort mal schnell angerufen um uns anzumelden. eigentlich erschien alles wie immer, doch dann kam die unheilvolle frage des schleusenwarts: haben sie eine schwimmweste? ich -doch ein wenig perplex- musste das verneinen. sagte noch lachend: wir koennen aber gut schwimmen. ohne schwimmweste kann ich sie nicht schleusen, war die trockene und niederschmetternde antwort. auch der hinweis, dass wir schon in diversen schleusen ohne schwimmweste und ohne unterzugehen geschleust wurden, liess diesen stein nicht erweichen. er sagte, sie muessen dann umtragen. er wollte uns wnigstens noch ein tor aufschliessen, so dass wir uebers gelaende der schleuse gehen koennten. dieses tor befand sich am ende einer steilen schmalen treppe, durch welche das boot im aufgebauten zustand niemals durchging. abbauen kam fuer mich auch nicht in frage. die einzige moeglichkeit bestand also darin das boot quer durch den ort zu zerren. insgesamt haben wir so ungefaehr 4,5km ueber land zurueckgelegt, da es auf der unteren seite der schleuse auch noch bauarbeiten an der uferpromenade/hochwasserschutzmauer gab. das hat nerven und jede menge kraft gekostet, ganz zu schweigen von den ausgestossenen verwuenschungen, welche den sturen idioten von schleusenwaerter betrafen. ich hatte das gefuehl zu einem oder mehreren gewaltverbrechen faehig zu sein. einen zeltplatz gabs dann auch nicht wirklich, so dass wir an einer bootslipanlage campierten. ja es klingt wirklich wie slipeinlage.
am naechsten tag ging es weiter nach krems. abends waren wir im restaurant essen. der pure luxus oder einfach ueberteuert, je nachdem wie man das sehen will. bevor wir am naechsten morgen wieder los und ablegten, besuchte ich noch das karrikaturenmuseum, waren echt ein paar lustige sachen dabei. aber neun euro waren schon ganz ordentlich…
ich glaub, damit hab ich die luecken -wenigstens halbwegs- aufgefuellt.
und jetzt gehts in die clubs, wo ein bier uebrigens hoechstens 1,20 kostet. auch deshalb ist bratislava eine schoene stadt.

bratislava

vorgestern hab ich udo rausgeschmissen. nee war schon lustig als wir zu zweit unterwegs waren. allein ist auch cool aber ganz anders.
dfas letzte mal hab ich mich ja aus linz gemeldet… hab nur vergessen zu erzaehlen, dass wir ja auch in deggendorf waren. und das ist gar nicht mal unwichtig. dort durfte ich naemlich ungefaehr sieben bis zehn kilo gepaeck bei jens schwester abladen. ich hatte einfach zu viele klamotten dabei. und die ersten sechs, sieben buecher konnten auch mit entfernt werden. dafuer nochmal von hier aus ein grosses dankeschoen. abends waren wir noch beim oertlichen donaufest und haben dort ne coole band gehoert. die haben so lateinamerikanische songs in perfektion dargeboten. da schmeckte das bier gleich doppelt so gut. in bayern heisst das uebrigens helles. pils ist dort irgendwas anderes… war jedenfalls ein angenehmer abend.
allein komme ich schneller vorwaerts. ich glaub nich, dass das an udo liegt, sondern nur am geringeren alkoholkonsum. heute hab ich mein letztes oesterreichisches bier getrunken. ein glueck… ich komm gerade aus nem retaurant zwecks abendbrot und so, und ein bier kostete hier 1,80. das letzte in oesterreich kostete mich 3,70. verrueckte oesis. ach so, ich bin uebrigens in bratislava. ich hab heut die laengste tour bisher gemacht. knapp 65km. von wien aus, mit dem einem teuren bierstopp direkt hierher. es ist immer noch hochwasser und die stroemungsgeschwindigkeit laesst keine wuensche offen. in wien gabs nochmal ne schleuse mit der ueblichen sportbootumsetzanlage. ich also dorthin gefahren und dann war die doch glatt wegen hochwasser und geoeffnettem wehr gesperrt. ich mich also per telefon in der schleuse gemeldet. vor jeder schleuse bzw umsetzanlage gibts da immer ein schleusentelefon. die konnten sich dann dazu durchringen mich mit nem passagierschiff zusammen runterzuschleusen. ab da schoss ich mit ungefaehr 10-15km pro h den fluss hinab. ich konnte einfach nicht aufhoeren – hihi. ich schaetze, 6-7h war ich unterwegs. jetzt hab ich hier ein bisschen zeit, da buuker erst am 20. in budapest zusteigt und soweit ist es nich mehr.
LEBENSGEFAHR-ENTSPANNUNG-LEBENSGEFAHR-ENTSPANNUNG…. ungefaehr so kam es udo vor als wir unterwegs waren. ich hab schallend bestimmt 10 min gelacht. selbst jetzt muss ich noch schmunzeln… den spruch hat er kurzvor Spitz gemacht, als wir eine boje gerammt haben. ich bin ja der kapitaen und steuermann und deshalb war es wohl meine schuld. aber ich konnte wegen der stroemung nichts mehr machen. ich hab alles versucht. und es ist ja auch eigentlich nichts passiert, bis auf das die boje an uns vorbeigerumpelt ist. ich wollte den fluss entscheiden lassen, ob wir rechts oder links vorbeifahren, aber der konnte sich genauso wenig entscheiden wie ich. naja…
in linz waren wir insgesamt drei naechte. wir haben ordentlich kirchen angesehen, wurden aber trotz allem nicht zum christlichen glauben bekehrt. dann waren wir noch im accusticon. dort ging es um geraeusche und stille. gab dort zb ein haufen schubladen mit geraeuschen die ausm weltall kamen, oder vibrationen, die in frequenzen umgewandelt wurden – weiss nich mehr so genau, wie das war. jedenfalls, immer wenn man eine schublade aufzog, gab es ein anderes rhythmisches geraeusch. wohl schwer zu erklaeren. fahrt nach linz und hoert es euch an. ich glaub dort haben wir die zeche geprellt. war aber auch irgendwie nicht unsere schuld, wenn die uns einfach durchwinken.
ich hab natuerlich wieder meine aufzeichnungen beim zelt gelassen, so dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob wir von linz direkt nach tulln sind. dazu morgen mehr…
in tulln jedenfalls waren wir auf nem zeltplatz der direkt neben dem paradies gelegen war. dort gab es nen badesee, jede menge sportanlagen, von beachvolleyball bis baseball… der zeltplatz an sich wurde von udo als die vorhoelle bezeichnet. erstmal hat er 18€ fuer uns beide die nacht gekostet. dafuer gabs gleich am ersten abend eine ein-mann-band im grossen partyzelt. wir haben ordentlich bioer getrunken und dann war es auch wirklich witzig. die rausschmeisser waren dann sogar falco und liquido. bis dahin gabs alles moegliche – sogar ne polonese der dauercamper, welcher wir geradeso entgangen sind. da wir mit kater erwachten blieben wir noch nen tag. ausserdem war ein fussballtunier vom zeltplatzanimateur – franz – angekuendigt. dem konnte ich natuerlich nicht widerstehen. waehrend des tuniers hab ich dann durch umschiessen einer bierkastenpyramide freibier fuer mein team gewonnen… also abends wieder ins partyzelt und trinken. dann dort die ankuendigung, dass alle am naechsren tag zum spanferkel essen eingeladen sind… wir konnten nicht fahren… am darauffolgendem morgen haben wir es dann doch geschafft.
in wien kamen wir abends an. es gab mal wieder gewitter, so dass wir erst spaet in stadt kamen.
am naechsten morgen ist udo dann mit zug richtung heimat und ich bin noch quer durch die stadt… ich wollte eigentlich ins naturhist museum, doch das war die natuerlich geschlossen. auf kunst oder aehnliches hatte ich irgendwie keine lust. dann war ich nur noch im baumarkt um mir ein neues rad fuer meinen umtragewagen zu besorgen. ich hatte naemlich nen platten und kein passendes werkzeug zur reperatur. auch der aufgesuchte fahrradhaendler konnte oder wollte mir nicht helfen. also bluieb nur ein neues rad. alles ist wieder gut….
das reicht wohl erstmal
fotos klappen hier wieder nicht…vielleicht ja morgen irgendwo anders

wir sind in der kulturhauptstadt

so,da bin ich mal wieder. ich sitze hier in linz in einem info-medien-zentrum,wo ein film über den weltweiten hunger läuft. Mit fotos wirds wohl noch ein wenig dauern. entweder hab ich das kabel vergessen oder aber, wie diesmal die kamera. udo und ich sind heute von der donauschlinge bis linz gepaddelt – ungefähr 50km. das bemerkenswerte ist, dass wir dabei nicht durch regen nass geworden sind.. das war die letzten tage doch ein wenig anders. angefangen hat es mit den unwetterartigen bedingungen in vilshofen. da haben wir dann einen tag im ruderclub zugebracht. es regnete den ganzen tag, so dass wir die zweite nacht drinnen geschlafen haben. am nächsten tag ging´s nach passau. dort war das hochwasser des inn offensichtlich. der zusammenfluss mit der donau war nicht so wie auf den offiziellen fotos… war schon fast wie wildwasser fahren. wir haben´s an dem tag noch bis nach pyrawang geschafft. dort mussten wir wieder einen tag auf dem zeltplatz verbringen. wir haben dann nachmittags wenigstens noch einen ausflug ins hinterland gemacht. zu fuss. es war wirklich ganz schön viel wasser im fluss. am anfang zu wenig und jetzt zu viel. nächsten tag sind wir dann weiter, obwohl das wetter nicht wirklich besser geworden war. wir hatten ungefähr 30 min sonne. dann zog es wieder zu und es kam zu heftigen gewittern, direkt über uns. das war dann doch geenug, so dass wir uns auf den nächsten zeltplatz flüchteten – von oben bis unten komplett durchgeweicht. dort durften wir die nacht im speise/fernsehraum verbringen. haben ein pärchen aus der bretagne kennengelernt, die mit dem fahrrad von der atlantikküste bis zum schwarzen meer fahren wollen. sehr spassiger abend. heute war es den ganzen tag brütend heiss. es zog zwar ein richtiges unwetter auf, doch es streifte uns nur und liess uns ungeschoren davonkommen. im moment gibt es hier nur zwei wetterphänomene: entweder heiss oder unwetterartige regenfälle. im fluss ist immer noch zuviel wasser, so dass die wehre abgesenkt sind. das heisst ordentlich strömung. aber auch treibholz und ne menge dreck. das wasser sieht trüb aus. man kann die spitze des paddels beim normalen eintauchen nicht sehen. sieht jetzt alles sehr sandig aus. wahrscheinlich viele schwebstoffe oder so… der inn hat das glaub ich alles mitgebracht. morgen werden wir wahrscheinlich hier sightseeing machen. heute abend noch in ne kneipe oder so. ach ja schleusenbier: erstmal, es gibt dosenbier in österreich, doch nachdem wir heut zum erstenmal geschleust wurden haben wir erst bier gekauft und bei der zweiten schleuse, durften/sollten wir den dort vorhandenen umtragewagen benutzen. das ist zwar kein problem mit diesen wagen, aber abträglich für den bierkonsum… vielleicht morgen mehr von mir… auf auf ins nächste lokal.