Bulgarien

so, endlich hab ich ein internet cafe gefunden. Ich bin jetzt in tutrakan, eine tagesreise vor der bulgarisch rumaenischen grenze. zunaechst aber erstmal ein rueckblick…
der letzte bericht stammte ja aus belgrad. dort gab es immer noch stroemung und die berge kamen langsam in sicht. nachdem wir einen tag die stadt besichtigt hatten, zog es uns auch schon weiter. die tid war uns schon wieder auf den fersen. wir kamen bis kolubac (bin nicht sicher, ob der name stimmt.) es gab dort wieder fisch im restaurant, welches sich gleich neben unserem zelt befand. bei unserem verdauungsspaziergang kamen wir zu einer zigeunerparty/hochzeit?. konnten uns aber nicht dazu durchringen zu fragen, ob wir bleiben koennen. da haben wir wahrscheinlich etwas verpasst… am naechsten tag erreichten wir die rumaenische grenze. die donau war also wieder grenzfluss und wir durften wieder nur an einer, diesmal der rechten seite anlegen. so kamen wir nach golubac. dort war gerade eine segelregatta. ziemlich ungewoehnlich fuer serbien, da es nur rund 200 aktive segler gibt. war aber ganz lustig mit ihnen zu zelten und zu quatschen. waehrend unser pause gab es uebrigens einen heftigen gewitterguss. das letzte mal, dass es bis heut regnete. buukers notfallponcho bewies seine qualitaet. ab dem naechsten tag gab es dann wirkliche berge. soll heissen, der donaudurchbruch begann. hohe felsen rechts und links saeumten unseren weg. schon an diesem tag hatten wir mit wechselnden winden zu kaempfen. microklima…. am abend waren wir dann in dolni milanovac und haben erst bei einem fussballtunier zugesehen, etwas gegessen (hamburger) und dann noch ein bisschen gefeiert. sag nie zu einem serben, der es falsch verstehen koennte „jabemte materi“… ne lange geschichte und nicht gerade ruehmlich…
am daraufolgenden tag ging es buuker ziemlich dreckig. lag wohl an dem hamburger. tja, ungewohnte nahrung. trotzdem passierten wir die engste stelle des donaudurchbruchs und gelangten bis kurz vor djerdap 1. ein stueck musste ich allein paddeln. aber nur ein kleines. am naechsten tag sollte dann eigentlich geschleust werden, doch am djerdap 1 wird nur von 20 bis 8 uhr morgens geschleust. waehrend wir, wegen ungenauer informationen noch warteten, kam ein berliner ehepaar in einem klepper ( auch ein faltboot). wir teilten uns dann mit ihnen ein taxi fuers gepaeck und trugen die boote um. mal wieder so ungefaehr 4km. dann noch weiter bis kladovo. dort besorgte sich buuker ein busticket nach belgrad, um wieder nach haus zu gelangen.
ich also wieder allein. ich schaffte auch ohne buuker 50km nach brza palanka. ok, ich konnte unterwegs ein wenig segeln, da ich guten rueckenwind hatte. von dort ging es am naechsten tag weiter zum djerdap 2. dort wurde ich nach einem kurzen intermezzo an serbischer seite mit kompott essen zur rumaenischen geschickt. dort problemloses schleusen mit grossem passagierschiff und kleinem motorboot aus oesterreich. sehr nette oesis. hab dann gleich station in prahovo kurz hinterm djerdap 2 gemacht. am naechsten tag ausreise aus serbien. problemlos. und einreise nach bulgarien. erst wurde ich ans zollboot gewunken. von dort, wurde mr erklaert, muesste ich noch 50km bis vidin weiterfahren, um meinen stempel im pass zu bekommen. vorher duerfte ich nicht anlegen, geschweige uebernachten. hab also an diesem tag insgesamt 75km zurueckgelegt. das war ganz ordentlich. stempel bekam ich problemlos. seitdem paddel ich jeden tag so 50 km. hab unterwegs nette bulgaren kennengelernt. der einen frau muss ich so runtergekommen erschienen sein, dass sie mir zwei volle tueten zu essen gebracht hat. hab mir schon die staedte svistov und ruse angesehen. teilweise schoen, teilweise mit neubauten verschandelt.
so jetzt aber zurueck zum boot, damit ich auch heut noch 50km schaffe…


4 Antworten auf „Bulgarien“


  1. 1 U.D.O. 21. August 2009 um 14:15 Uhr

    Capt‘n Bob, du lebst! Na dann reiß mal die restlichen paar Kilometer runter und laß dich wieder an der Warnowmündung blicken. Wird Zeit für ’ne Wiedersehensparty, ehe der Sommer hier den Geist aufgibt.

  2. 2 Gunar 23. August 2009 um 22:53 Uhr

    hey robert, spannende grenzgeschichten! ich find schon komisch, dass man „mitten in europa“ noch solche einreise- / stempelprobleme hat…

    beim urlaub auf bornholm ist mir ein vorschlag für deine nächste tour eingefallen: einmal die ostseeküste entlang :D

    chao, gunar

  3. 3 Thomas 26. August 2009 um 3:57 Uhr

    Hey Robert,
    ich sitze hier im Büro während einer meiner vielen Nachtschichten, erlaube mir, all die Arbeit, mit der ich zur Zeit mein Dasein unterhalte, Links liegen zu lassen, widme mich deinen Berichten und kriege die Kinnlade vor lauter Spannung und Staunen gar nicht mehr hoch.
    Hochachtung vor dieser Leistung und hab Dank für die Worte, mit denen du uns hast dran teilnehmen lassen. Komm gut an und auch wieder zurück.
    Und so was ähnliches wie Dank an Udo und Buuker, dass ihr ne Zeit lang mitgereist seid.

    Liebe Grüße – Thomas

  4. 4 Peppi 28. August 2009 um 16:11 Uhr

    Moin Robert!
    Habe grad gelesen, wo Du am 21.08. warst. Is ja doch schon recht weit. Wir fliegen morgen (29.08.) nach Sofia, aber ich denke nächste Woche bist Du bestimmt schon in Rumänien. Falls nicht, schreib einfach mal.
    Viel Spaß noch, Kapitano.
    Peppi

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