Novi Sad

so, wir sind in der naechsten grossen stadt. aucg wenn der letzte teil der reise mit einigen hindernissen gespickt war. also buuka ist in budapest dazugestossen. von da an war „die donau nichts anderes als ne breite warnow“ (zitat buuka). das heisst ein breiter fluss mit baeumen links und rechts und sonst nicht viel zu sehen. so ging das eigentlich bis heute, d.h. ungefaehr 400km monotonie. aber wir sind zwischenzeitlich doch ordentlich vorangekommen. haben naemlich an zwei aufeinanderfolgenden tagen jeweils mehr als 60km gemacht. der durchschnitt lag so ungefaehr bei 45km. wenn wir denn gefahren sind. in ungarn gibts naemlich auch clubs und dafuer keine campinggaskartuschen. wir waren in baja erst abends feiern (zuerst in nem club wie dem keller, wo ne coole band uns ganz schoen gerockt hat, dann in einem sehr merkwuerdigen club mit hip hop, house und 70iger musi) und am naechsten tag versuchten wir ungefaehr 5 stunden lang ne kartusche zu bekommen – fehlanzeige. haben den rest des tages dann zum ausnuechtern benutzt. die anderen tage in ungarn passierte nicht allzuviel ausser paddeln und abends im kanuclub pennen. o.k. wir haben nochmal das boot repariert. es ist immer noch schwimmfaehig. der tag der uns wohl am laengsten im gedaechtnis bleiben wird, ist der, an welchem wir ungarn verliessen und die donau zur grenze zwischen kroatien und serbien wurde. es war gerade mittagszeit und wir hatten vor uns lecker was zu kochen (kartuschen bekamen wir in mohacs). wir steuerten also das kroatische ufer in batina an und wollten zwecks schatten unter der grenzbruecke essen. dort sass ein kroatischer grenzbeamter, welcher uns nach unseren paesse4n fragte, welche er auch sofort bekam, woraufhin er sagte hier anhalten sei verboten und er ruft mal seinen chef an. wir warteten also auf den chef, welcher mit einem ford transit nach rund 7 min auftauchte. es gab eine diskussion auf serbokroatisch und ich sollte noch das boot zeigen. dann hiess es einsteigen und ab zur wache. bis dahin dachten wir noch, dass wir einen einreisestempel bekommen und man uns gute fahrt wuenscht. wir sassen also in der grenzstation und das ganze zog sich hin ohne das ueberhaupt etwas geschah. informiert wurden wir auch ueber nichts. dann kam ein englischsprachiger polizist (mit uzi) und erklaerte uns, dass wir illegal nach kroatien eingereist waeren und wir ein ticket ueber jeweils 150euro zu zahlen haetten. der schock sass. wir mussten dann ne weitere stunde auf einen kollegen warten, welcher uns zum geldautomaten fahren sollte. der erste angesteuerte automat war ausser betrieb, so das die fahrt insgesamt auch nochmal ne gute stunde dauerte (ne sehr doerfliche gegend). zurueck bewiesen die kroaten dann ihren guten willen, indem sie uns nur eins anstelle von zwei tickets ausstellten. nen stempel fuer die einreise bekamen wir trotzdem nicht. „den gibts nur in osiek o vukovar“ wir mussten also auf die serbische seite, uns dort beim zoll und dem flusskaitaen melden. dort klappte eigentlich alles reibungslos. es dauerte nur auch wieder gute 2 stunden bis wir die gesamte prozedur abgeschlossen hatten. 60 euro mussten wir fuer die benutzung der donau in serbien auch noch an den flusskapitaen abdruecken. ein nervenaufreibender, langer tag ging dann aber mit einem sehr leckerem abendessen (fischsuppe) in einem kleinem restaurant zu ende. die menschen in serbien waren dann immer ausgesprochen freundlich zu uns. zelten darf man hier ueberall und es wird uns staensig hilfe angeboten. die letzten drei tage waren wir in backa palanka. dort haben wir eine gruppe „am strand lungernder taugenichtse“ kennengelernt. mit ihnen haben wir jeden abend gefeiert und tagsueber am strand abgehangen. am zweiten abend haben sie uns rakia zu trinken gegeben. das haut selbst den staerksten dopepfarrer um… heute waere noch hawaiparty gewesen, aber wir hatten die befuerchtung nie wieder fahren zu koennen. wir muessen auf jeden fall zurueckkehren.
jetzt geht es ab in die berge zum eisernen tor…


2 Antworten auf „Novi Sad“


  1. 1 AGNI 03. August 2009 um 17:52 Uhr

    :oD
    Na das wird ja immer abenteuerlicher!
    Ich stelle mir grad bildlich vor wir ihr zwei in dem Auto sitzt voller Vorfreude auf Euren Stempel…hmm
    Da muß ich direkt schmunzeln, ich freue mich auf einen ausführlichen Reisebericht.
    Ich hab ja ein bißchen den Eindruck das ihr Euch an den freien Tagen vom alkoholreichen Gefeiere erholen müßt und nicht vom amstrengenden Gepaddel ,o)

    Also bis dahin noch frohes Feiern und fröhliches Paddeln!

  2. 2 hering 04. August 2009 um 6:09 Uhr

    „nicht weiter als ne breite warnow“ was würd ich dafür geben..
    bei mir steht nächste woche recknitz oder spreewaldgurkenpaddeln an – naja wenigstens sind die nationalisten hier noch einfacher zu erkennen ;)

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