bratislava

vorgestern hab ich udo rausgeschmissen. nee war schon lustig als wir zu zweit unterwegs waren. allein ist auch cool aber ganz anders.
dfas letzte mal hab ich mich ja aus linz gemeldet… hab nur vergessen zu erzaehlen, dass wir ja auch in deggendorf waren. und das ist gar nicht mal unwichtig. dort durfte ich naemlich ungefaehr sieben bis zehn kilo gepaeck bei jens schwester abladen. ich hatte einfach zu viele klamotten dabei. und die ersten sechs, sieben buecher konnten auch mit entfernt werden. dafuer nochmal von hier aus ein grosses dankeschoen. abends waren wir noch beim oertlichen donaufest und haben dort ne coole band gehoert. die haben so lateinamerikanische songs in perfektion dargeboten. da schmeckte das bier gleich doppelt so gut. in bayern heisst das uebrigens helles. pils ist dort irgendwas anderes… war jedenfalls ein angenehmer abend.
allein komme ich schneller vorwaerts. ich glaub nich, dass das an udo liegt, sondern nur am geringeren alkoholkonsum. heute hab ich mein letztes oesterreichisches bier getrunken. ein glueck… ich komm gerade aus nem retaurant zwecks abendbrot und so, und ein bier kostete hier 1,80. das letzte in oesterreich kostete mich 3,70. verrueckte oesis. ach so, ich bin uebrigens in bratislava. ich hab heut die laengste tour bisher gemacht. knapp 65km. von wien aus, mit dem einem teuren bierstopp direkt hierher. es ist immer noch hochwasser und die stroemungsgeschwindigkeit laesst keine wuensche offen. in wien gabs nochmal ne schleuse mit der ueblichen sportbootumsetzanlage. ich also dorthin gefahren und dann war die doch glatt wegen hochwasser und geoeffnettem wehr gesperrt. ich mich also per telefon in der schleuse gemeldet. vor jeder schleuse bzw umsetzanlage gibts da immer ein schleusentelefon. die konnten sich dann dazu durchringen mich mit nem passagierschiff zusammen runterzuschleusen. ab da schoss ich mit ungefaehr 10-15km pro h den fluss hinab. ich konnte einfach nicht aufhoeren – hihi. ich schaetze, 6-7h war ich unterwegs. jetzt hab ich hier ein bisschen zeit, da buuker erst am 20. in budapest zusteigt und soweit ist es nich mehr.
LEBENSGEFAHR-ENTSPANNUNG-LEBENSGEFAHR-ENTSPANNUNG…. ungefaehr so kam es udo vor als wir unterwegs waren. ich hab schallend bestimmt 10 min gelacht. selbst jetzt muss ich noch schmunzeln… den spruch hat er kurzvor Spitz gemacht, als wir eine boje gerammt haben. ich bin ja der kapitaen und steuermann und deshalb war es wohl meine schuld. aber ich konnte wegen der stroemung nichts mehr machen. ich hab alles versucht. und es ist ja auch eigentlich nichts passiert, bis auf das die boje an uns vorbeigerumpelt ist. ich wollte den fluss entscheiden lassen, ob wir rechts oder links vorbeifahren, aber der konnte sich genauso wenig entscheiden wie ich. naja…
in linz waren wir insgesamt drei naechte. wir haben ordentlich kirchen angesehen, wurden aber trotz allem nicht zum christlichen glauben bekehrt. dann waren wir noch im accusticon. dort ging es um geraeusche und stille. gab dort zb ein haufen schubladen mit geraeuschen die ausm weltall kamen, oder vibrationen, die in frequenzen umgewandelt wurden – weiss nich mehr so genau, wie das war. jedenfalls, immer wenn man eine schublade aufzog, gab es ein anderes rhythmisches geraeusch. wohl schwer zu erklaeren. fahrt nach linz und hoert es euch an. ich glaub dort haben wir die zeche geprellt. war aber auch irgendwie nicht unsere schuld, wenn die uns einfach durchwinken.
ich hab natuerlich wieder meine aufzeichnungen beim zelt gelassen, so dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob wir von linz direkt nach tulln sind. dazu morgen mehr…
in tulln jedenfalls waren wir auf nem zeltplatz der direkt neben dem paradies gelegen war. dort gab es nen badesee, jede menge sportanlagen, von beachvolleyball bis baseball… der zeltplatz an sich wurde von udo als die vorhoelle bezeichnet. erstmal hat er 18€ fuer uns beide die nacht gekostet. dafuer gabs gleich am ersten abend eine ein-mann-band im grossen partyzelt. wir haben ordentlich bioer getrunken und dann war es auch wirklich witzig. die rausschmeisser waren dann sogar falco und liquido. bis dahin gabs alles moegliche – sogar ne polonese der dauercamper, welcher wir geradeso entgangen sind. da wir mit kater erwachten blieben wir noch nen tag. ausserdem war ein fussballtunier vom zeltplatzanimateur – franz – angekuendigt. dem konnte ich natuerlich nicht widerstehen. waehrend des tuniers hab ich dann durch umschiessen einer bierkastenpyramide freibier fuer mein team gewonnen… also abends wieder ins partyzelt und trinken. dann dort die ankuendigung, dass alle am naechsren tag zum spanferkel essen eingeladen sind… wir konnten nicht fahren… am darauffolgendem morgen haben wir es dann doch geschafft.
in wien kamen wir abends an. es gab mal wieder gewitter, so dass wir erst spaet in stadt kamen.
am naechsten morgen ist udo dann mit zug richtung heimat und ich bin noch quer durch die stadt… ich wollte eigentlich ins naturhist museum, doch das war die natuerlich geschlossen. auf kunst oder aehnliches hatte ich irgendwie keine lust. dann war ich nur noch im baumarkt um mir ein neues rad fuer meinen umtragewagen zu besorgen. ich hatte naemlich nen platten und kein passendes werkzeug zur reperatur. auch der aufgesuchte fahrradhaendler konnte oder wollte mir nicht helfen. also bluieb nur ein neues rad. alles ist wieder gut….
das reicht wohl erstmal
fotos klappen hier wieder nicht…vielleicht ja morgen irgendwo anders


1 Antwort auf „bratislava“


  1. 1 U.D.O. 09. Juli 2009 um 12:22 Uhr

    65 km – alle Achtung. Ich glaube, wir haben es uns einfach zu gemütlich gemacht die letzten Wochen. Aber in Bayern und Ösiland gibt’s einfach zu viele Biergärten bzw. Gaststuben, überall bei den ‚Südländern‘ einen netten Empfang und dauernd winkende Radfahrer, Passanten und andere Donauschiffer. Ich wünsche dir jedenfalls besseres Wetter als in der letzten Zeit – also keine Blitze von allen Seiten mit endlosen Regengüssen, an Schwarze Löcher erinnernde Strudel und Hochofen-Sonnenschein. Gute Fahrt, Captain!

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